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Die
Medizin war eine der Wissenschaften, die, aufgrund von Bedürfnissen und
Entdeckungsdrang eine beachtliche Aufmerksamkeit der Muslime auf sich zog.
Einige Ärzte und Mediziner waren weit über die Landesgrenzen hinaus
bekannt und man zog beachtlichen Nutzen
von ihnen in Ost und West.Wir sprechen hier über die Wichtigkeit der medizinischen
Lehre im Islam und beleuchten die Wege und
Methoden, die in der islamischen Gesetzgebung verankert sind. Das
Erlernen der Medizin ist eine
Pflicht von kollektivem Rang
Wenn alle Muslime eines Landes das Erlernen der
medizinischen Basislehre vernachlässigen und in besagtem Gebiet ist
niemand in der Lage, die Fragen der Muslime zu Medizin und Gesundheit zu
beantworten, so machen all diejenigen eine Sünde, die das Lernen
unterlassen, obwohl sie die Möglichkeit dazu haben.
Hier sei angefügt, dass einige religiöse Rechtsgutachten (Fatawa) gestützt auf
das Wissen glaubwürdiger Mediziner entstanden. Dies zeigt uns, wie wichtig dieses Wissen ist. Auch Al Imam
Asch-Schafi^iyy rief die Muslime auf, die Wissenschaft der
Medizin zu erlernen und pflegte zu sagen (sinngemäß): „Überlasst dies nicht den
andern“. Die Wissensgrundlage
In Wahrheit wurde das Fundament des medizinischen Wissens
von den Propheten überbracht. Die Menschen erlangten diese Basis nicht
durch Forschung und Experimente, jedoch ergänzten sie das überbrachte
Grundwissen durch ihre Erfahrungen. Von Ibnu
Hibban und anderen wurde überliefert, dass Prophet Suleiman (Salomon), wann immer Er in
Seiner Nische stand zum Gebet, eine Pflanze aus dem Boden wuchs. So kam
es, dass Er die Pflanze nach ihrem Namen befragte und sie ihm antwortete.
War sie genießbar, so pflanzte Er sie und brachte sie gesundheitlichen
Nutzen, so schrieb Er dies nieder. Medizin
zur Zeit der Unwissenheit
(Jahiliyyah)
und im Islam
Zu dieser
Zeit wussten die Araber wenig über diese Wissenschaft. Die Muslime jedoch
machten enorme Fortschritte nach der Prophezeiung Muhammads (^alayhi
salam).
. Ein
Beweis für die Existenz und die Effektivität dieses Wissens liefert
folgendes Geschehnis. Der wohlbekannte Mediziner Al Harith Ibnu Kildah aß
mit dem Chalifen Abu Bakr
und wies diesen an, den Verzehr
der
Mahlzeit unverzüglich abzubrechen, da sich darin ein Gift befände, dessen
Wirkung nach einem Jahr einsetze. Nach Ablauf dieses Jahres starben beide
am selben Tag. Prophet Muhammad ermutigte die
Muslime zu medizinischer Behandlung und sprach sinngemäß: „Lasst euch behandeln, Untertanen von
Gott, denn Allah erschuf keine Krankheit ohne, dass ER auch
das dazugehörige Heilmittel gab, mit Ausnahme des Todes“. Der Hadith wurde
überliefert von Ibnu Majah und anderen. So war
es nicht ungewöhnlich, dass ^Aischah ein beträchtliches
Wissen nicht nur in der Religion, sondern auch in Medizin besaß. Einige, die von ^Aischah lernten, fragten
die Mutter der Gläubigen über die Herkunft ihres Wissens. „Prophet Muhammad erkrankte viel vor
Seinem Tod. So besuchten Ihn verschiedene Ärzte, denen ich zuhörte und
dabei Wissen übernahm“. GOTT
ist der Schöpfer von Krankheit
und
Heilung
Die Glaubensgrundlage bezüglich dieses Themas ist im Islam wie folgt zu verstehen;
Krankheit sowie deren Heilung unterliegen dem Willen von Allah und ER ist der Schöpfer aller
Dinge. Daraus folgt, dass nichts geschieht auf dieser Welt ohne Seinen
Willen. Abu
Dawud
überlieferte die sinngemäße Aussage des Propheten: „Was Gott will, wird geschehen und
was ER nicht will, geschieht nicht“. So wollte Gott für den Kranken
diesen Zustand und die Genesung für den, der geheilt werden soll. Ärzte
sind nur Ausführende und die Medizin nur ein Mittel, denn die Heilung
geschieht nur durch Gott. Den Schöpfer aller Dinge. In der Moderne unbekannte Gründe von
Erkrankungen
Obwohl wir über die Erfolge der modernen Medizin wohl
Bescheid wissen, glauben wir, dass die islamische Betrachtungsweise
breiter und reicher ist, und somit in der Lage, Ursachen von verschiedenen
Erkrankungen aufzuzeigen, auf welche die moderne Medizin keine Antworten
geben kann. Neben den üblichen und bekannten Erkrankungsgründen finden wir
andere Ursachen wie „Al Jinn“ (aus Feuer
erschaffene Wesen), welche uns Menschen sehen können, die jedoch für uns
nicht sichtbar sind. Sie sind in der Lage, großen Schaden anzurichten,
zuweilen werden Personen gar verrückt oder von Lähmungen heimgesucht und
anderes. So sind die Betroffenen nicht in der Lage, die Ursache ihrer
Erkrankung zu erkennen. Als weiteres Beispiel sollte auch „der böse Blick“ erwähnt
werden. Prophet
Muhammad (^alayhi
salam) sagte in
einem von Abu
Ya^la überlieferten Hadith sinngemäß,
dass die meisten Todesfälle in Seiner Gemeinschaft auf das schlechte Auge
zurückzuführen seien, dies mit Gottes Willen. Nach Meinung religiöser Gelehrten entstehen viele
Krankheiten, welche die Muslime befallen und welche sehr hartnäckig zu
heilen sind durch den bösen Blick. Viele sterben sogar daran. Als
drittes Beispiel sei die „Magie“ angeführt, welche im Qur`an Erwähnung
findet sowie in den Überlieferungen des Propheten (^alayhi
salam). Auch
sie kann zuweilen sehr schädlich sein. Es gibt noch andere Krankheitsursachen, von denen der
Prophet zu Seiner Gemeinschaft sprach und sie darüber aufklärte. Diese Beispiele zeigen, dass wesentliche Differenzen
zwischen religiös fundierten und modernen Betrachtungsweisen bezüglich
Ursache und Erkrankung bestehen. Allerdings beschränken sich die Differenzen nicht nur auf
die Analyse der Ursachen, denn auch in der Betrachtungsweise der
Krankheiten selber, sowie durch die einfache und effiziente
Behandlungsweise unterscheiden sich die muslimischen Mediziner von denen
der Moderne. Nachdem
eine Frau, die an einer Krankheit litt, welche ihr große Schmerzen
bereitete durch neuzeitliche Ärzte keine Heilung finden konnte, erfuhr sie
von einem in Medina lebenden, pakistanischen Arzt. Er hielt sich in der
Moschee des Propheten (^alayhi
salam) auf und
nahm sich ihrer Behandlung an, indem er durch einen 10-minütigen Pulstest
ihr Leiden zu ergründen suchte. Anschließend klärte er die Leidende über
sämtliche Details ihrer Krankheit auf, ohne dass die Frau ihn darüber
informiert hätte und ohne jegliche Labortests. Während der Zeitspanne, die
sie bei ihm verbrachte, hatte sie starke Schmerzen. Er brachte ihr eine
Mixtur, die sie in die Augen strich, und welche ihre Schmerzen binnen 10
Minuten linderten. Präventivmedizin
in Qur`an & Hadith
Das allgemeinmedizinische Wissen zu Anfang der islamischen
Gesetzgebung war beschränkt wie vorangehend beschrieben, jedoch findet die
im Westen so genannte Präventivmedizin Erwähnung, die eine vorbeugende
Schutzaufgabe (Prophylaxe) zum allgemeinen, körperlichen Wohlbefinden
übernimmt. Überliefert wurde von unserem Propheten (^alayhi
salam), dass Er
zu wohlproportionierter Nahrungsaufnahme mahnte, um den Körper gesund zu
erhalten und das Wohlbefinden zu wahren. Der Verkünder riet, einen Drittel
des Magen-Volumens für Flüssigkeit und einen Drittel für das Essen zu
benutzen, einen Drittel jedoch für die Atmung freizuhalten. Auch lobte Er
die gelegentliche Einnahme von Olivenöl sowie die Benutzung
desselben zum Einreiben des Körpers. Auch lobte Er Al Kuhl, ein nutzbringendes Pulver aus
einem bestimmten Gestein, dass man sich, vorwiegend in die Augen streicht
und Er gab den Ratschlag, aufbewahrte Nahrung abzudecken, um sie keimfrei
zu erhalten etc. Allah,
Der Erhabene erwähnt im Qur`an an einer
bestimmten Stelle Feigen und
Oliven, was auf deren hohen Nutzen hinweist, und Maryam, die Mutter von Prophet
Jesus (^alayhi
salam), wurde
während der Schwangerschaft benachrichtigt, Datteln zu essen. In der
islamischen Gesetzgebung gibt es viele wertvolle Informationen und
Überlieferungen, die auf verschiedene Arten von Prävention hinweisen. Dazu gehört auch das Benutzen des Siwak, ein Holzstück,
das bürstenartig benutzt wird um Zähne und Zahnfleisch rein, keimfrei und
gesund zu erhalten. Auch Dhikr (Lobpreisungen) und
Verse des Qur`an
können als Schutz vor Schadhaftem wie Magie, Al Jinn und bösem Blick
eingesetzt werden. At-Tirmidhiyy
überlieferte von AbduLlah
Ibnu ^Umar mit einer starken Kette, dass der Prophet seinen Gefährten
Worte der Lobpreisung (Dhikr)
lehrte, die diese als Schutz anwandten. Für Kinder schrieben sie die Worte
nieder und hängten ihnen diese um. Dies ausgedehnte Wissen bezüglich Ursachen, Analyse und
Schutz gaben der Schule der alten Medizin bessere Möglichkeiten zur
Herstellung von Medikamenten und deren Mischung. Medizinische Heilmittel sind von zwei Sorten. Pure Extrakte
oder kombinierte Mischungen
stehen zur Auswahl Im Gegensatz zu moderner Chemo-Medizin hat der Hauptanteil
der alten Heilmittel, deren Zusammensetzung meist aus reinen Naturstoffen
bestehen, praktisch keine unliebsamen Nebenwirkungen. Sie werden kaum
maschinell hergestellt und man gewinnt viele aus einer einzigen Substanz.
Dazu sind sie günstiger und einfach zu benutzen. Wie gesagt wurde die Basis dieses Wissens von den Propheten
überbracht und sie waren es auch, die darauf achteten, dass diese
wertvollen Substanzen erhältlich waren. Heilungsanweisungen
der Propheten
Der Prophet (^alayhi
salam) gab Anweisungen, spezielle Verse des Qur`an als
Heilbehandlung zu benutzen. Viele Muslime wurden so geheilt. Imam Al Buchariyy erwähnte, dass
ein Gefährte des Propheten einem Verrückten sieben mal Al Fatihah las, die
eröffnende Sure des edlen Qur`an, worauf
dieser genesen war. Seine Familie belohnte darauf den Prophetengefährten
mit einigen Schafen. Dieser befragte Muhammad (^alayhi
salam), ob er dies annehmen könne und der Prophet bejahte die
Frage. Imam
Al Hakim
überlieferte folgendes über das Schröpfen (Al Hujamah);
Wann immer der Prophet bei Seiner Auffahrt (Al Mi^raj) einer Gruppe von
Engeln begegnete, wiesen diese Ihn an, Seine Gemeinschaft über das
Schröpfen zu unterrichten. Viele haben dies getan und waren geheilt. Auch verringert es
das Bedürfnis zum Schlafen und Ausruhen. Ein Prozess, welcher man As-Safad (Aderlass)
nennt, entfernt schlechtes Blut aus bestimmten Stellen des Körpers. Diese
Methode bringt Heilung verschiedener Krankheiten. Ein vertrauenswürdiger Scheich erzählte uns über eine
Pilzerkrankung, an der er litt. In der modernen Medizin gibt es dafür
keine Heilmethode. So begab er sich nach Damaskus, wo ein Mann besagte
Heilmethode anwandte. Langsam verschwand das Leiden, befiel ihn jedoch
sieben Jahre später erneut. Nach Wiederholung der Behandlung verschwand die Krankheit
für immer. Schwarzkümmel.
Imam Muslim bezeichnete
Schwarzkümmel als Behandlung
gegen jede Krankheit außer dem Tod. Prophet Muhammad
verstarb, bevor Er uns dessen Gebrauch erläutern konnte. Honig.
Allah sprach im Qur`an sinngemäß: “Darin (im Honig) liegt ein
Heilmittel für die Menschen“. All dies und mehr wissen die Muslime seit mehr als tausend
Jahren und schrieben dieses Wissen nieder, welches vom Westen übernommen
und erweitert wurde. Zu Allem, was hier angeführt wurde sei zusätzlich erwähnt,
dass ein rechtschaffener Mediziner, der ehrlich und im Wissen des Islam verwurzelt ist, von
Gott Hilfe erhält. Diesen
führt Allah, Der
Erhabene und zeigt ihm den richtigen Weg zu heilen, so Gott will und es
ist dies eine Gnade für die Muslime. Möge uns
Gott, Der Allmächtige in unserem Streben nach Wissen stärken und
unterstützen. |
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