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Die Nachtreise und die Himmelfahrt |
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IM NAMEN
GOTTES, DES ALLERBARMERS, DES GNÄDIGEN Lob zu Gott, Herr der Welten, und dass Er den Grad unseres
Propheten Muhammad noch mehr ehre und preise und seine Gemeinschaft
vor dem schütze, was der Prophet für sie fürchtet. Einleitung
Gott, der über alles Erhabene sagt:
"Subhanalladhiy Isra bi ^Abdihi Laylan min-al
Masjidi-l Haram ila-l Masjidi-l `Aqsa
alladhiy Barakna hawlahu li Nuriyyahu min
Ayatina innahu huwa-s-Samiyy^u-l
Basiyyr" Sure Isra`, Vers 1, dessen Bedeutung lautet:
"Subhanah (Gott, der frei von jeder Unvollkommenheit ist),
Derjenige, Der Seinen Untertanen des Nachts von der Moschee Al
Haram[1]
zur Moschee Al `Aqsa[2]
reisen liess, deren weiteren Umgebung Wir (Gott) gesegnet haben um
ihm einige Unserer Zeichen zu zeigen, Er (Gott) ist der Hörende und
Sehende". Gott, der über alles Erhabene, liess die Propheten
(^alayhimu
salam)
Wunder vollbringen, die auf die Wahrheit ihrer Botschaft und auf die
Richtigkeit ihrer Religion, des Islams hinwiesen. Gewiss sind Al
Isra` (die nächtliche Reise) und Al Mi^raj (die
Himmelfahrt) zwei grosse Zeichen Gottes, und zwei grosse Wunder des
Propheten Muhammad (sallallahu
^alayhi wa sallam).
Gott, Der über alles Erhabene hat den Propheten Muhammad
(sallallahu
^alayhi wa sallam) durch
die grössten Wunder und durch unwiderlegbare Beweise unterstützt. Al
Isra` und Al Mi^raj sind zwei blendende Wunder
und es hat kein solches Wunder für einen anderen Propheten je gegeben.
Gott, Der Erhabene hat den Propheten Muhammad
(sallallahu
^alayhi wa sallam) zum
besten Propheten gemacht und zu demjenigen, der mit den meisten Wundern
versehen ist. Gott, Der Erhabene hat den Propheten Muhammad
(sallallahu
^alayhi wa sallam) zum
Schönsten aller Menschen gemacht, mit der wohlklingensten Stimme und dem
besten Benehmen. Gott,
Der über alles Erhabene liess in einem Teil einer einzigen Nacht, welcher
ungefähr einem drittel einer Nacht entspricht, den Propheten
Muhammad (sallallahu
^alayhi wa sallam) von
der Moschee Al Haram in Mekka bis nach Jerusalem in die
Moschee Al `Aqsa reisen und die sieben Himmel und noch höher
(soweit Gott es wollte) steigen, dann nach Mekka zurückkehren,
Subhanallah. Und dies ist keine Schwierigkeit für
Gott, Den Erhabenen, denn Gott ist der Allmächtige.
Subhanallah bedeutet, dass Gott bar jeden Mangels ist
und frei von jeder Unvollkommenheit. Und Gott ist bar von allem, was nicht
zu Ihm passt und Seiner nicht würdig ist, das heisst, alles was den
Geschöpfen zugeordnet wird ist Gott, unserem Schöpfer unwürdig. Gott
existiert ohne irgendetwas zu gleichen, Gott existiert ohne wie und ohne
Platz. Das Gotteswort "`Assra" ist ein klarer Beweis, dass
das Wunder der Nachtreise (Isra`) in dieser gesegneten Nacht
geschehen ist, da in der arabischen Sprache das Wort Isra`,
"sich in der Nacht fortbewegen" bedeutet.
Die Nachtreise (Al Isra`) Da die Nachtreise des Propheten Muhammad
(sallallahu
^alayhi wa sallam) fest
im Qur`an und in den Aussagen
(Hadith sahih) des Propheten
Muhammad (sallallahu
^alayhi wa sallam), fest
verankert ist, ist es eine Pflicht daran zu glauben, dass sie
stattgefunden hat. Es gibt keine Meinungsverschiedenheit bei den
islamischen Gelehrten dass sie stattgefunden hat. Wer die Nachtreise
verneint widerspricht dem Qur`an und tritt somit aus
dem Islam aus. Die sunnitischen Hadith-Gelehrten,
Qur`an-Interpreten, Rechtsgelehrten und die anderen
sunnitischen Gelehrten sind sich darüber einig, dass die Nachtreise des
Propheten Muhammad (sallallahu ^alayhi wa
sallam) körperlich, seelisch und im wachen Zustand stattgefunden hat.
Das wurde sowohl von Ibn ^Abbas, Anas,
Jabir, ^Umar, Hudhayfah sowie von
Imam Ahmad, At-Tabariy
und weiteren Gelehrten bestätigt. Das grosse Wunder der nächtlichen Reise des Propheten
Muhammad (sallallahu
^alayhi
wa sallam) von
der Moschee Al Haram in Mekka zur Moschee Al
`Aqsa in Jerusalem ereignete sich fünf Jahre vor seiner
Emigration nach Medina. Der Engel Jibril
(Gabriel) (^alayhi
salam) kam
des Nachts nach Mekka, wo der Prophet Muhammad
(sallallahu
^alayhi wa sallam) im
Haus seiner Kusine Ummu Hani schlief. Ummu
Hani war die Schwester des Imam ^Aliy `Ibnu
`Abi Talib und ihr Haus befand sich in einem Quartier
das `Ajyad heisst. Der Engel Jibril
(^alayhi
salam) war
der Begleiter des Propheten Muhammad (sallallahu
^alayi wa sallam)
während der Nachtreise und während einem Teil der Himmelfahrt. In jener
Nacht wurde der Prophet Muhammad (sallallahu
^alayhi wa sallam) auf
die aussergewöhnlichen Anblicke, die er sehen sollte, vorbereitet. Der
Engel Jibril (^alayhi
salam) kam
durch das Dach ins Haus der Kusine des Propheten Muhammad
(sallallahu
^alayhi wa
sallam)
herein, ohne dass etwas herunterfiel, weder Steine noch Erde. Er weckte
den Propheten Muhammad (sallallahu
^alayhi wa sallam) und
setzte ihn anschliessend hinter sich auf den Buraq, der sie
zur Ka^bah brachte, die sich in der Moschee Al
Haram in Mekka befindet. Der Buraq ist ein
weisses Reittier aus dem Paradies, dessen Grösse zwischen der eines Esels
und eines Maultiers ist. Der Buraq kann seine Hufe absetzen,
wohin sein Blick reicht. Wenn er zu einem hohen Ort kommt, verlängern sich
seine Beine und wenn er zu einem niedrigeren Ort kommt, verkürzen sie
sich. In der
Geschichte der nächtlichen Reise (Al Isra`) wird
überliefert, dass dem Propheten Muhammad (sallallahu
^alayhi wa sallam) den
Buraq gebracht wurde und dass dieser Zaumzeug und Sattel
trug. Der Prophet (sallallahu
^alayhi wa
sallam)
sagte, was bedeutet: "Ich hatte Mühe aufzusteigen." Einige Gelehrte haben
gesagt, dass dies aus Vorsicht so war, aber dass der Prophet
(sallallahu
^alayhi
wa
sallam)
zufrieden war. Der Engel Jibril (^alayhi
salam) sagte
zum Buraq, was bedeutet: "Du tust dies mit
Muhammad, keiner hat dich geritten, der besser ist bei Gott
als er", und der Buraq begann zu schwitzen. Von der Moschee Al Haram aus ritten sie
danach weiter in Richtung Jerusalem. Während seiner Reise kam der Prophet
Muhammad (sallallahu
^alayhi wa
sallam) an
verschiedenen Städten vorbei, wo er jeweils abstieg und zwei
Raka^a (zwei Gebetseinheiten) verrichtete. Medina war die
erste Stadt, in der der Prophet Muhammad (sallallahu
^alayhi wa sallam) vom
Buraq abstieg und betete. Madjan, die Stadt des
Propheten Schu^ayb (Yithro) war die nächste Stadt in der der
Prophet Muhammad (sallallahu
^alayhi wa sallam) zwei
Raka^a betete. Danach gelangten sie zum Berg Sinai
(Tur Sina`), wo der Prophet (sallallahu
^alayhi wa sallam)
wiederum zwei Raka^a betete. Von Tur Sina`
gingen sie weiter nach Bethlehem (Baytu Lahm), wo der
Prophet ˆIsa
(Jesus) (^alayhi salam), der Sohn von Maria, geboren wurde
und auch dort, betete der Prophet Muhammad (sallallahu
^alayhi wa
sallam) zwei Raka^a. Anschliessend erreichten der
Prophet Muhammad (sallallahu
^alayhi wa sallam) und
der Engel Gabriel (^alayhi salam) die Al
`Aqsa-Moschee in Jerusalem (Baytu-l-Maqdis), wo
der Engel Jibril den Buraq am Ring
festmachte, an dem die Propheten ihre Reittiere anbinden. Danach trat der Prophet Muhammad
(sallallahu
^alayhi wa sallam) in
die Heilige Moschee Al `Aqsa ein, wo er zwei Raka^a
betete. Gott, Der Allmächtige versammelte alle Propheten in der Moschee
Al `Aqsa in Jerusalem und ehrte den Propheten
Muhammad (sallallahu
^alayhi wa sallam),
indem ER ihn als Vorbeter vor allen anderen Propheten, das heisst von
Adam (Adam) bis ˆIsa
(Jesus)
(^alayhim
beten
liess. Es wurde durch den Imam An-Nasa`iyy
überliefert, dass der Prophet Muhammad (sallallahu
^alayhi wa sallam) dort
vor allen Propheten das Gebet verrichtete. Es ist wichtig zu wissen, dass der Islam die Religion aller
Propheten salam) ist, dass kein Prophet Gottes
etwas anderes verkündet hatte und, dass die Propheten in ihren Gräbern
lebend sind und beten. Zu
den aussergewöhnlichen Dingen, die der Prophet Muhammad
(^alayhim
salam),
während seiner Nachtreise sah, gehört: 1. Die Welt: Auf dem Weg zur `Aqsa-Moschee sah
er die Welt in der Gestalt einer alten geschmückten Frau. Dies ist ein
Zeichen dafür, dass man sich vom Weltlichen nicht verführen lassen soll,
so sehr auch das Äussere blendet. Zudem zeigt es, dass die Welt sehr alt
geworden ist und der Tag des Jüngsten Gerichts nah ist. 2.
Satan (`Iblis): Der Gesandte Gottes, Muhammad
(sallallahu
^alayhi wa
sallam),
sah Satan am Rande des Weges. Die Ausstrahlung des Propheten hat Satan so
sehr überwältigt, dass er es nicht wagte, ihn anzusprechen oder ihn gar in
Versuchung zu führen. Satan war vor seiner Abtrünnigkeit ein gläubiger
Jinn[3],
der aber dem Befehl Gottes widersprochen hat und ungläubig wurde. 3. Er sah Menschen, die innerhalb von zwei Tagen säten und
ernteten. Und dies sind Menschen die einen hohen Rang im Paradies
haben. 4. Die Anstifter zur Zwietracht: Der Prophet sah Menschen,
deren Zungen und Lippen durchgetrennt wurden, woraufhin der Engel zu ihm
sagte: "Das sind die Anstifter zur Zwietracht und zum Schlechten. Sie
haben die Menschen zu Irreführung, Verderbtheit, Betrug und Verrat
angestiftet." 5.
Die Unterlasser des Gebetes: Der Prophet Muhammad sah
Menschen, die eine Bestrafung erhielten und der Engel Gabriel
(^alayhi
salam)
sagte
zu ihm:
"Das sind diejenigen, deren Köpfe schwerfällig waren, um das Gebet zu
verrichten." An
einem Ort auf seiner Nachtreise roch der Prophet
Muhammad (sallallahu
^alayhi
wa sallam) einen
wohlriechenden Duft. Er fragte den Engel Gabriel (^alayhi
salam)
woher dieser käme. Der Engel Jibril
(^alayhi
salam)
sagte zum Propheten Muhammad
(sallallahu
^alayhi wa sallam), was
bedeutet:
"Wir befinden uns vor einer Frau, deren Glaube an Gott sehr stark war."
Gott, Der Erhabene wollte, dass die Geschichte dieser Frau für die
Gemeinschaft des Propheten Muhammad
(sallallahu
^alayhi wa sallam)
bekannt wurde. Es war
das Grab von Maschita, der Kämmerin der Tochter des
Pharao, dem dieser gute Geruch entströmte. Und der Engel
Jibril (^alayhi
salam)
erzählte dem Propheten
Muhammad (sallallahu
^alayhi
wa sallam) die
Geschichte von Maschita, der
Kämmerin der Tochter des Pharao. Eines Tages kämmte sie der Tochter
des Pharao die Haare, wobei der Kamm zu Boden fiel.
Maschita hob ihn auf und sagte dabei
"Bismillah", "im Namen Gottes". So sagte die Tochter
des Pharao zu ihr: "Hast du einen anderen Gott als meinen Vater?".
Maschita
antwortete ihr: "Mein Schöpfer und der Schöpfer deines Vaters ist
Gott."
Darauf ging die Tochter zu ihrem Vater und berichtete ihm dies. Dieser
befahl Maschita, dass sie ihrer Religion abschwören
solle, was sie ablehnte. Pharao ordnete darauf an Wasser zum Kochen zu
bringen und sagte zu Maschita, dass wenn sie nicht
ihre Religion verlasse, er
all ihre Kinder und sie selbst ins Wasser werfe.
Maschita jedoch blieb standhaft und blieb dem Islam
treu. Pharao liess ihre Kinder, eines nach dem anderen, ins Wasser werfen.
Als die Reihe an ihr Stillkind kam, nahmen ihre Angst und Sorge zu. Gott,
Der Allmächtige brachte dieses Kind zum sprechen und so sagte es: "Oh,
meine Mutter, bleibe geduldig, die Strafe im Jenseits ist schlimmer als
jene in diesem Leben. Weiche nicht zurück, du bist auf dem Weg der
Wahrheit." Da wurde sie stärker und so warf Pharao das Kind ins kochende
Wasser. Sie sagte zu Pharao: "Ich habe eine Bitte, sammle unsere Knochen
und begrabe sie zusammen". Darauf erwiderte er: "Ich gewähre Dir deine
Bitte." Hierauf wurde auch sie ins Wasser geworfen. Sie starb als
Märtyrerin, wie auch ihre Kinder und deshalb entströmte ihrem Grab dieser
gute Duft. Diese muslimische Frau, welche nicht von unserer
Gemeinschaft war[4],
ist ein Beispiel grosser Überzeugung, Hingabe und tiefem Gottvertrauen.
Ihre grosse Entschlossenheit diesem Tyrann gegenüber, der behauptete Gott
zu sein, zeugt davon, dass ihr Glaube stärker war, obwohl es ihr Herz beim
Anblick ihrer Kinder zerriss, die eines nach dem anderen qualvoll starben.
Sie war sich bewusst, dass die Freuden dieses Lebens nichts gegenüber dem
sind, was sie und ihre Kinder im Paradies erwartet. Nichts auf dieser Welt
ist es Wert, den Islam zu verlassen. Nach der Nachtreise begann die
Himmelfahrt, während welcher der Prophet Muhammad
(sallallahu
^alayhi wa sallam)
zusammen
mit dem Engel Gabriel (^alayhi
salam)
die sieben Himmel durchquerte und andere aussergewöhnliche Dinge sah, über
die wir in einer folgenden Lektion sprechen werden. Der Prophet
Muhammad (sallallahu
^alayhi wa sallam)
hörte während seiner Himmelfahrt das Wort Gottes, welches unserem Wort
nicht ähnelt. Gottes
Wort ist ohne Zunge und ohne Lippen und es ist nicht eine Sprache, weder
arabisch noch eine andere Sprache.
Wichtiger Hinweis: Es ist wichtig, hier zu erwähnen, dass Gott, Der
über alles Erhabene, die sieben Himmel erschaffen hat und dass ER ohne Ort
und Richtung existiert. Gott braucht nichts und niemanden. Wer aber
glaubt, dass Gott im Himmel wohnt oder dass der Prophet
Muhammad einen Ort erreicht hat, wo sich Gott befindet, der
ist in Unkenntnis über Seinen Schöpfer und tritt aus dem Islam aus, weil
er Gott mit seinen Geschöpfen verglichen hat. Wer Gott mit den Geschöpfen
vergleicht widerspricht den folgenden Versen im
Qur`an: Gott, Der über alles Erhabene, sagt in der Sure Al
Ichlas, Vers 4, was bedeutet: "Gott gleicht Seinen Geschöpfen nicht." Und Gott, Der über alles Erhabene, sagt in der Sure
Asch-Schura, Vers 11, was bedeutet: "Nichts und niemand gleicht Gott." Inscha`Allah
werden wir Euch in einer folgenden Lektion über die Einzelheiten der
Himmelfahrt berichten.
[1] Moschee Al Haram ist die
Moschee in Mekka (in Saudia Arabien), die die Ka^bah umgibt. Sie
wurde Moschee Al
Haram genannt, weil deren Ehre höher ist als jene anderer
Moscheen. [2] Die Die Moschee Al
Aqsa` wurde so genannt, weil sie weit von der Moschee Al
Haram entfernt liegt. (Aqsa` bedeutet weit
entfernt). [3]
Jinn
sind Geschöpfe, die Gott aus der reinen Flamme des Feuers erschuf [4] Sie war Muslima gehörte aber einer
anderen Gemeinschaft als der des Propheten Muhammad an, denn
sie lebte zur Zeit eines vorangehenden Propheten.
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